Von Pazifisten und anderen Realitätsverweigerern

Clemens Wergin schrieb auf seinem Blog einen der besten Beiträge zur aktuellen Lage, die ich in der letzten Zeit lesen durfte und veranlasste mich durch das Lesen dessen auch direkt dazu, endlich selbst einmal wieder ein paar Worte zu verlieren.

So wenig es Obama selbst und auch den allgegenwärtigen „USA-Kritikern“ gefällt – die Vereinigten Staaten befinden sich in einer einzigartigen Position:
Sie sind die letzte verbleibende Supermacht der Welt und noch wichtiger – sie sind eben jene, die wie kein anderes Land der Welt für demokratische Werte steht. Als eben jene Macht haben sie aber auch eine globale Verantwortung, derer sie sich bewusst und gerecht werden müssen.
Tun sie das nicht, besteht die Gefahr, dass andere Spieler das Feld übernehmen werden und das Machtvakuum für ihre Zwecke missbrauchen. Putins Traum der Reinkarnation des untergegangenen Sowjetimperiums und die Erschaffung eines weltweiten Kalifats durch IS sind zwei der bedrohlichsten aktuellen Beispiele. Wird dem nicht Einhalt geboten – und kein anderes Land der Welt außer den USA ist dazu in der Lage – werden tausende Menschen weiterhin darunter leiden und sterben.
Radikalpazifismus und Nichtinterventionismus sind hehre Ideale, die in einer Welt, die nun einmal von klaren Machtverhältnissen lebt, keinen Platz haben dürfen. Solange es Staaten und Gruppierungen gibt, die sich keinen Deut darum scheren, wie viele Menschen für die eigene Ideologie geopfert werden müssen, solange werden notfalls auch militärische Interventionen das Mittel der Wahl sein müssen.
Es mag nicht in das Weltbild der gutsituierten Deutschen passen, dass es tatsächlich Menschen gibt, mit denen man nicht einfach alles friedlich ausdiskutieren kann, aber das ist traurige Realität. Wer sich wirklich um das Wohl unschuldiger Zivilisten schert, der kann und darf sich militärischen Mitteln nicht grundlegend verweigern. So hart es auch klingen mag, aber manchmal lassen sich eliminatorische Ideologien nur dadurch bekämpfen, indem man ihre Anhänger eliminiert. Deutschland selbst hat damit Geschichte geschrieben und sollte besser als jedes andere Land der Welt wissen, dass Gewalt ein notwendiges Übel sein kann, um ein noch größeres Übel zu verhindern. Auschwitz wurde schließlich auch nicht von einer Delegation Pazifisten mit Tee und Keksen im Handgepäck befreit.

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Von Menschenrechten und anderen Traumata

Da ich aus Zeitmangel momentan nicht zum ausführlichen Bloggen komme, begnüge ich mich mal mit diesem Kommentar zu Augsteins neuster Kolumne.

„Sollen die beiden ruhig beherzt für die Rechte von russischen Schwulen und ukrainischen Oppositionellen eintreten. Aber wenn sie ihr Russen-Trauma abgearbeitet haben, könnten sie sich dann auch mal um unsere Rechte kümmern?“
-Jakob Augstein

Diesen Mann möchte man doch eigentlich rund um die Uhr mit den Produkten seiner eigenen Blödheit verhauen – oder ihm wenigstens hin und wieder ins Gesicht kotzen.
So unschön diese ganze NSA-Sache auch ist:
Es ist kein Vergleich zu den quasi-totalitären Methoden des Staatsapparats in Putins Russland. Zumindest müssen hierzulande Oppositionelle und Anderslebende/denkende nicht mit Verfolgung oder Schlimmerem rechnen, aber das scheint das Millionärssöhnchen ja nicht zu interessieren, so lange es gegen den bösen Westen hetzen kann.