Inzest für alle?

Da zieht jetzt also alle Welt über Kramp-Karrenbauer her, weil sie nicht unbedingt das Cleverste in Bezug auf Homosexuelle gesagt hat. Hm. Kann man machen. Oder man registriert das als eine von vielen anderen schwachsinnigen Positionen und regt sich nicht so künstlich darüber auf.
Ich find es auch nicht cool, wenn sich Homosexuelle öffentlich ablecken.

Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons - cc-by-sa-3.0
Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

Weiterlesen hilft.
Ich finde es ebenso nicht cool, heterosexuellen Pärchen dabei zusehen zu müssen, wie sie sich gegenseitig auffressen. Ich finde auch fette Menschen, die sich in viel zu Enge Kleider pressen uncool. Oder Betrunkene, die lauthals grölen und mir damit auf die Eier gehen. Oder Raucher, die mich aufgrund meines Jobs zum Passivrauchen zwingen und somit mein Lungenkrebsrisiko erhöhen. Oder habe ich schon erwähnt, wie abgrundtief ich dumme Menschen verabscheue? Menschen, bei denen der eigene IQ bereits sinkt, wenn man sie nur ansieht? Oder diese ganzen Möchtegernalternativen. Oder Pseudorevolutionäre. Hobbyphilosophen und Weltverbesserer. Oder diese zynischen Arschlöcher, die vorgeben, dass ihnen alles ach so egal ist und am Ende freuen sie sich trotzdem darüber, wenn ihnen Anerkennung zuteil wird. Oder oder oder.

Ich hab da einen super Vorschlag:
Der Staat hält sich weitestgehend aus privaten Lebensentwürfen raus – weder benachteiligt noch bevorteilt er sie und jeder, der sich davon angepisst fühlt, kommt mal wieder klar und widersteht der Versuchung, bei jeder Banalität die Moralpolizei zu rufen.
Statt ‪#‎ehefüralle‬ bin ich ja eher für ‪#‎machtwasihrwollt‬.
Dann kann ich wenigstens in Ruhe auch weiterhin jedem ans Bein pissen und ihm trotzdem nicht verbieten wollen, das zu tun, warum ich ihn anpisse. Deal?

Zeit für eine Revolution!

SPON brachte mich auf die beste Idee der jüngeren Vergangenheit. Und nachdem ich intensiv darüber reflektiert und über deren Wirksamkeit nachgedacht hatte, fiel es mir wie wie Schuppen von den Augen:
Die Uni Leipzig geht einfach nicht weit genug!

Das war zwar eine richtige und wichtige Schrittin, aber natürlich auch erst die Anfängin, auf einer weiten und steinigen Wegin.
Denn natürlich muss noch viel mehr getan werden. Es ist entscheidend, dass die strukturelle Diskriminierung von Frauen endlich abgeschafft wird!
Das kann nur durch eine völlig neue Sprache, ja, durch eine Revolution der gesamten Kultur erfolgen. Viel zu lange haben männlich dominierte Substanstive die Frauen in ihren eisigen Klauen gehalten. Das muss ein Ende haben!
Deshalb fordere ich hiermit, konsequent jede Hinweisin auf männliche Dominanz in die Sprachgebräuchin auszulöschen. Wer gender-gerecht und progessiv schreiben möchte, kann sich dieser Revolution nicht entziehen. Wir brauchen ein Umdenken in der Gesellschaft, damit sich hier endlich etwas ändert.
Viel zu lange habe ich geschwiegen.
Viel zu lange habe ich gelacht.
Viel zu lange war ich ignorant.
Doch damit ist jetzt endgültig Schlussin! Was einst das Motto der deutschen Nachkriegsgesellschaft war, will ich hier und heute zur Leitsprüchin dieser Revolution machen:

Nie wieder!