Blogaward-Nominierung – oder warum ich einfach großartig bin

Nun ist es für jene, die eine gewisse Erfahrung mit dem Bloggen haben ein offenes Geheimnis, dass sich verschiedene Blogger untereinander „Stöckchen“  bzw. Awards zuwerfen, um Fragen zu beantworten und jeweilige Reichweite zu erhöhen.
Natürlich hat das ein Blog wie meiner nicht nötig, da ich mittlerweile so viele Hater habe, dass ich allein schon von deren Klicks und den damit generierten Werbeeinnahmen meinen nächsten Urlaub finanzieren kann.

Nicht.
Schade eigentlich. Wird echt Zeit, dass ich endlich reich und berühmt werde und mir die Anerkennung zuteil wird, die ich längst verdient habe – was nur bisher kaum einer bemerkt hat. Um dieses Ziel nun noch schneller zu erreichen, gilt mein innigster Dank der werten Joan, die mich für diesen Award nominiert hat:
liebsterblogawardDer Award selbst sieht zwar so aus, als hätte ihn ein epileptischer Graphikstudent auf LSD angefertigt – aber hey, schließlich geht es hier um die inneren Werte und der Gedanke ist, was zählt. Irgendwie sowas.
Natürlich gibt es für so einen Award auch Regeln, die strikt befolgt werden müssen, da Nichtbeachtung mit drakonischen Strafen sanktioniert wird. Oder was denkt ihr, warum der saudi-arabische Blogger Raif Badawi ausgepeitscht wurde? Doch nicht wegen sowas lächerlichem wie Menschenrechte. Nein, da ging es einzig um die Missachtung von Blogaward-Regeln:

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
Erledigt. Viel mehr kann ich mich nicht anbiedern, ohne die Selbstachtung zu verlieren.

2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Manch einer würde sagen, ich hätte einen latenten Hang zu einer narzisstischen Persönlichkeit. Ich hingegen denke, dass es einfach an der Zeit war, die Welt an meinen genialen Gedanken teilhaben zu lassen.
Ich dachte, also bloggte ich.

2. Welcher deiner Blogposts ist dein persönlicher Liebling?

Manch einer denkt jetzt womöglich, ich würde hier meinen PEGIDA-Bericht erwähnen, da dieser die mit Abstand größte Resonanz hervorgerufen hat. Ich persönlich mag aber
NSA, Prism, Tempora, Zivilisation, Hysterie und den ganzen Rest, den ich hasse
am meisten.

3. Hast du durch dein Blog schon besondere Dinge erlebt, die ohne es vermutlich nie passiert wären?

Unzählige Hassbotschaften von Pegidioten, Nazis und anderen Vollidioten. Was für sich genommen sehr lustig ist, da viele offenbar denken, ich wäre jetzt total eingeschüchtert.
Leute, ihr versucht hier jemanden zu beleidigen, der lange genug auf 4chan unterwegs war, dass er über solche Versuche nur noch lachen kann.

4. Für wen bloggst du?

Für die Menschen natürlich. Schließlich muss ihnen ja irgendjemand mal die Welt erklären.

5. Welches der Blogs, denen du folgst, hasst du am meisten? (Die Softies unter euch dürfen auch gerne schreiben, welches sie am wenigsten mögen.)

Keinen. Wem ich folge, der hat es auch verdient – heißt, ich erachte seine Inhalte als relevant und lesenswert.

6. Findest du Inselfragen auch so doof wie ich?

Ich bin so doof, dass ich mir zu Beginn sogar nicht einmal erklären konnte, was Inselfragen überhaupt sind.

7. Wenn du entscheiden dürftest, welches Buch, Spiel oder anderes Medium verfilmt werden soll, welches würdest du wählen und wer sollte das Drehbuch schreiben?

Lycidas – ich mag diese Low-Fantasy einfach.
Drehbuch: Peter Jackson.

8. Welches Videospiel hat dich am meisten beeindruckt?

S.T.A.L.K.E.R. – habe selten ein derart atmosphärisches Spiel erlebt. Dazu gibt es noch hervorragende Mods, die den Wiederspielwert auch nach Jahren erhalten.

9. Wenn du mit einer fiktiven oder realen, lebenden oder toten Person ein Bier/Kaffee/Tee/sonstwas trinken und gemütlich quatschen könntest, wen würdest du wählen?

Deadpool. Weil…Deadpool. Immerhin befindet der sich in meinem Zimmer als Wandgemälde.

10. Was hältst du eigentlich von Terry Pratchett?

Großartig. Auch wenn ich seit einer gefühlten Ewigkeit keinerlei Belletristik jeglicher Art gelesen habe (auch wenn ich gern würde…), da ich aktuell zu vielen Sachbüchern verfallen bin, so war und ist Pratchett für mich schon immer der einer der fähigsten Autoren der Gegenwart.

11. Welchen deiner eigenen Blogposts magst du am wenigsten?

Am wenigsten? Pff. Alles, was ich schreibe, ist per definitionem großartig. Immerhin stammt es von mir.
Aber gut, wenn ich ehrlich sein soll, mag ich den hier am wenigsten. Nicht wirklich lustig und irgendwie auch Ziel verfehlt. Man entwickelt sich eben auch weiter.

3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Follower haben.

Jetzt wird es tatsächlich schwierig für mich. Den Blogs, die ich folge, fallen gar nicht so richtig unter die Kategorie der „persönlichen“ Blogs, sondern sind häufig eher Infoseiten. Einige davon sind auch schon seit sehr langer Zeit inaktiv, daher lohnt es sich da nicht wirklich. Da ich aber mehr Follower habe als Blogs, denen ich folge, ist natürlich ein jeder dazu animiert, sich ebenfalls nominiert zu fühlen – gerne auch mit Verweis auf mich.

4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen. und 5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award-Blog-Artikel.

Ich bin so schrecklich unkreativ. Außerdem habe ich niemanden explizit nominiert, daher sind die oben gestellten Fragen schon ganz ok soweit.

6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
Nö.

 

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Autor: Egoteaist

Existenz positiv bestätigt. Glaube ich. Alles andere ergibt sich.

8 Kommentare zu „Blogaward-Nominierung – oder warum ich einfach großartig bin“

  1. Was soll das denn bedeuten. Werde daraus nicht schlau.
    Ist das ein Schneeballsystem? Welchen Sinn soll das haben?

    Wenn Du willst, mach mich schlau.
    Bin ein PC- und Internetidiot, betreibe keinen Blog, obwohl ich keinen haben will. Er ist die Folge der Avatarinstallation und ich weiß nicht, wie ich ihn los werde ohne den Nick mit Bild zu verlieren.
    Bin also nur ein Blogschreiber, der ab und an mal das Bein hebt und an unterschiedliche Bäume pi… http://img20.dreamies.de/img/235/b/4gc5lwg6czg.gif

    Herzlich, Paul

    1. Richtig, ist eine Art Schneeballsystem. Hat vor allem den Hintergrund, die Leute hinter den Blogs besser kennenzulernen und sich gegenseitig bekannter zu machen 🙂

      1. Mir ist ein Schreibfehler unterlaufen:
        „…ich betreibe einen Blog, obwohl ich keinen haben will…“, muss es richtig heißen.

        Lieber Ego, vielen Dank für Deine Antwort.
        Welchen Nutzen bringt das, wenn ich die Leute hinter den Blogs besser kennen lerne? Was hat man von dem „gegenseitig bekannter machen“?

        Herzlich, Paul

      2. Danke, lieber Ego, für Deine Mühe.
        Es ist wohl doch sehr schwer in die Tiefen der Geheimnisse des Internet vorzudringen. 😦

        Herzlich, Paul

    1. Unabhängig davon, wer sich letztlich dafür verantwortlich zeichnet, sahen selbst meine ersten Gehversuche mit Photoshop besser aus – wozu gibt’s denn Tutorials? o.O

      Übrigens mache ich dich persönlich für den Tod von Terry Pratchett verantwortlich – du hast ihn genichtst und darüber war er bestimmt so furchtbar traurig, dass er gestorben ist 😦

Meinungsfreiheit heißt nicht automatisch Recht zu haben.

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