Gib’s mir!

Manchmal sind Bargäste wirklich amüsant. Ein Pärchen, das den ganzen Abend über schon gut was getrunken hatte (Rechnung war zu dem Zeitpunkt bereits bei etwa 170€ und das ist selbst bei unseren Preisen für zwei Leute echt nicht wenig), wollte noch was „ganz Tolles“:

Er: „Hm…yoa…also ich hätte Bock auf B52. Das kennt sie noch nicht! Mach da mal was!“

Sie: „Ja, doch, kenn ich, weiß nur nicht, was genau da drin ist.“

Er: „Siehste! Kennt sie nicht, bring mal welche her und für dich gibt’s auch einen!“

Sie schaut mich an und sagt ganz trocken: „Ich will ’nen Orgasmus.“

Ich: „Alles klar.“

Sie: „Kannst du’s mir besorgen?“

Ich: „Jederzeit.“

Er: „Siehst du, was ich hier aushalten muss?! Aber bring mal drei her!“

Komme also kurz darauf mit drei Orgasmen wieder (das klingt auf so viele Weisen…absurd).
Wir stoßen an, trinken.

Sie: „Ah! So fühlt sich das also an!“

Ich: „Ich hab’s dir ja versprochen.“

Grinse und wende mich wieder den anderen Gästen zu.
Bin mal gespannt, ob er mir noch das Sixpack Bier schickt, das er mir vorher am Abend schon versprochen hatte.

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Alles Betrüger!

Eigentlich müsste ich mich momentan mit Statistik-Lehrbüchern in eine schlecht ausgeleuchtete Ecke meines Zimmers begeben – so wie die letzten Tage auch schon, aber da mir dieser Artikel auf ZEIT ONLINE die perfekte Gelegenheit verschafft, mal wieder etwas Häme in die Blogosphäre zu pusten, dachte ich mir, dass es auch schlechtere Ausreden fürs Prokrastinieren gibt.

Mit welchem Elan Steuerhinterziehung, für einige mit Sicherheit das schlimmste Verbrechen seit Hitler zurückgeschossen hat, verfolgt wird und wie viel Geld seitens des Staats dafür vergeudet wird – das ist doch recht faszinierend.
Es gibt da eine schöne Parallele zum Drogenmissbrauch:
Es ist nahezu unmöglich, den „war on drugs“ zu gewinnen – statt also Unsummen für diesen aussichtslosen Kampf zu verschwenden, wäre eine Legalisierung der einzig vernünftige Schritt, da man so v.a. auch der Schattenwirtschaft das Wasser abgräbt. Ähnlich ist es mit Steuern – je stärker die Belastung der Betriebe/Personen durch diese ausfällt, desto mehr werden sie bestrebt sein, diese Belastung zu umgehen/abzuschwächen. Statt also auch hier Unsummen für Prüfverfahren, Techniker, Strafverfolgung, Blablub auszugeben, wäre es vielleicht auch einmal an der Zeit, auf die Bremse zu treten und es mal mit „weniger Staat mehr“ zu versuchen.

„ABER DANN FEHLT DOCH DAS GELD FÜR DIE GANZEN ULTRAWICHTIGEN DINGE!!! WHO WILL BUILD THE ROADS?!“

Who will build the roads?

*Badumtss*