Von Menschenrechten und anderen Traumata

Da ich aus Zeitmangel momentan nicht zum ausführlichen Bloggen komme, begnüge ich mich mal mit diesem Kommentar zu Augsteins neuster Kolumne.

„Sollen die beiden ruhig beherzt für die Rechte von russischen Schwulen und ukrainischen Oppositionellen eintreten. Aber wenn sie ihr Russen-Trauma abgearbeitet haben, könnten sie sich dann auch mal um unsere Rechte kümmern?“
-Jakob Augstein

Diesen Mann möchte man doch eigentlich rund um die Uhr mit den Produkten seiner eigenen Blödheit verhauen – oder ihm wenigstens hin und wieder ins Gesicht kotzen.
So unschön diese ganze NSA-Sache auch ist:
Es ist kein Vergleich zu den quasi-totalitären Methoden des Staatsapparats in Putins Russland. Zumindest müssen hierzulande Oppositionelle und Anderslebende/denkende nicht mit Verfolgung oder Schlimmerem rechnen, aber das scheint das Millionärssöhnchen ja nicht zu interessieren, so lange es gegen den bösen Westen hetzen kann.

Advertisements

Autor: Egoteaist

Existenz positiv bestätigt. Glaube ich. Alles andere ergibt sich.

4 Kommentare zu „Von Menschenrechten und anderen Traumata“

  1. Das mag ja ein hehres Ideal sein, mit allen Staaten nach den gleichen Prinzipien diplomatische Beziehungen zu pflegen, aber mir fallen eine Handvoll Gründe ein, die es durchaus sinnvoll machen, nett zu den Amerikanern zu sein. (Mal abgesehen davon halte ich Russland in der Tat für bedrohlich. Aber ich komm ja auch aus dem Osten.)

    1. Moment. Reden wir jetzt aneinander vorbei? 😀
      Mir geht Augsteins plumper Antiamerikanismus auf die Eier – zumal er dadurch Zustände wie in Russland in einer Weise verharmlost/relativiert, die m.E. schon mehr als zynisch sind – ohne es scheinbar zu bemerken.

      1. Möglicherweise, ´tschuldigung. Ich hatte mich teilweise auf Augsteins Kolumne bezogen, weil ich bei deren Lektüre den Eindruck hatte, er produziert nicht nur plumpen Antiamerikanismus, sondern meckert auch daran herum, dass Deutschland sich gegenüber unterschiedlichen Staaten außenpolitisch unterschiedlich verhält („Mit den USA beispielsweise würden sich Gauck und Merkel niemals so schroff anlegen.“), was ich als Argument in der Form zu kurz gegriffen finde.
        Was die Relativierung betrifft, sind wir uns wahrscheinlich einig.^^

      2. Ah, ja, dann ergibt das Sinn^^

        Diese Art der Argumentation ist bei ihm eben leider ziemlich häufig anzutreffen und bedauerlicherweise trifft er damit auch viel zu oft den Geschmack vieler Leser. Anstatt darüber froh zu sein, dass Deutschland es endlich mal schafft, außenpolitisch sowas wie moralische Prinzipien zu vertreten (und dann auch noch gegen eine nicht gerade schwache Nation wie Russland), meckert er lieber rum und verweist auf Nebenkriegsschauplätze. Klar, gerade was das deutsche Abstimmungsverhalten im sog. „UN-Menschenrechtsrat“ betrifft, gibt es genug Anlass zur Kritik – das spielt hier aber erst einmal eine sekundäre Rolle und ich finde es durchaus positiv, dass Deutschland bezüglich Russland eine recht klare Position bezieht.

Meinungsfreiheit heißt nicht automatisch Recht zu haben.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s